, Klingler Simon

Auf dem Berg angekommen!

Die Herren durften sich in der 4. Runde mit den weissen Indianern aus Baar und dem Team aus dem Hochland messen - mit Erfolg.

UHC Zugerland - Zuger Highlands II   (3:1)

Die Favoritenrolle war vor dem Spiel schon klar: Kein aktiver Zugerländer hatte je einen Punkt gegen dieses Team selber miterlebt und die letzten Partien wurden sogar deutlich zu Gunsten der Hochländer entschieden. Dazu kam an diesem Tag noch, dass Stammtorhüter Abächerli verletzungsbedingt fehlte - und so fand sich Coach und Flügelspieler Vogler plötzlich in einer ungewohnter Matchkleidung. Diesen Voraussetzungen zum Trotz starteten die Herren konzentriert und optimistisch den Aufstieg zum Berg. Mit einem unglaublichen Mannschaftszusammenhalt schlossen die Zugerländer alle Räumen, sodass die Herren der Highlands kaum Räume vor dem Tor fanden und wenn, dann wurden die Schüsse souverän abgewehrt. Spätestens nach Voglers sensationellen Scherenparade mit den Füssen, war klar, dass da etwas zu holen war. Während der eine Coach im Tor alles abwehrte, konnte der andere Coach 4 Sekunden vor Schluss der Halbzeit überraschend einen letzten hohen Befreiungsschlag backhand direkt aus der Luft im entfernten Torwinkel unterbringen - 1:0 für die Zugerländer (Einfache Tore kann der Klingler halt leider nicht).

Auch nach der Pause spielten die Herren fokussiert und erst ein riesiges Geschenk ermöglichte den Gästen den Ausgleichstreffer. Die sonst überragende Verteidung produzierte einen unglücklichen Fehler, welcher umgehend dankend angenommen wurde. Dieser kleine Rückschritt sponte "Joggingweltmeister" Hossmann jedoch umso mehr an und er traf wenige Minuten später zum erneuten Führungstreffer, ehe er 4 Sekunden vor Schluss uneigennützig vor dem leeren Highlands-Tor noch quer auf Gamma legte, der nur noch einschieben musste - 3:1.  Abpfiff! Der überraschende, harterkämpfte und verdiente Sieg war in trockenen Tücher und der Weg zum Gipfel der Tageswanderung schien schon erreicht...schien.

White Indians Inwil-Baar II - UHC Zugerland   (1:3)

Nach dem Sieg gegen die Highlands, war das zweite Spiel - ein wirklich echtes Derby notabene - rasch auch lanciert. Vogler durfte sich seines Torhüterdresses entledigen und spielte wieder mit der gewohnten Rückennummer 7. Dafür stand der Routinier Tümi im Kasten und sah von Beginn an einen aufopferungsvollen Kampf beider Seiten. Wie im ersten Spiel lagen auch hier die Zugerländer rasch in Führung - Hossmann brachte einen Drehschuss wenige Meter vor dem Tor erfolgreich in den Maschen unter. Entgegen den Erwartungen spielten die Herren druckvoll weiter und zeigten keine Angst vor dem Gegener. Die Verteidigung vermieste von Minute zu Minute die Laune der weissen Indianer mehr - für Zugerland-Verhältnisse eine aussergewöhnliche Leistung.  Wenige Zeigerumdrehungen später verdoppelten die Herren das Skore - Richis Pass (?), Schuss (?) oder was immer es auch war, fand den Weg zwischen die Torpfosten und hinter die Linie.

Wo man früher noch nervös geworden wäre und folglich auf irgendeinem Stein ausgerutscht wäre, konnten die Zugerländer an diesem Sonntag von den positiven Resultaten der laufenden Saison - und dem daraus resultierenden Selbstvertrauen - profitieren und so erreichte man die Spitze des Berges geschlossen als Team. So durften die Herren das Gipfelgetränk aus dem Rucksack nach dem Spiel verdientermassen geniessen - wohingegen der eben erwähnte Rucksack wieder mit 2 weiteren Punkten und dem dritten Tor des Tages von Hossmann gefüllt werden konnte.

Fazit:

Entgegen aller Erwartungen fielen die Zugerländer Wandertruppe nie in einen Gletscherspalt, rutschte nie auf einem nassen Stein aus und liess sich auch nicht vom herumlaufenden Wild ablenken. Sogar aus dem zwischenzeitlichen Tiefschnee im ersten Spiel konnte man sich rasch befreien.

Aus den zwei Spielen zwei Siege zu holen - so etwas konnten die Herren aus dem Zugerland seit gefühlt 10 Ewigkeiten zum ersten Mal wieder feiern und man darf gespannt sein, wie viele Berge die Zugerländer in dieser Saison noch zu erklimmen vermögen.

Gipfelstürmer des Tages: Hossmann